Behandlung von Depression und Demenz durch Programmierte Photostimulation (PPS)

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Depression, Burnout sowie dementielle Krankheitsbilder mit nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit werden heute vorzugsweise mit Medikamenten behandelt, daneben auch mit ärztlich-therapeutischen Verhaltensanweisungen. Medikamente (Antidepressive und Antidementiva) haben dabei unabhängig von ihrer Wirksamkeit zwei gewichtige Nachteile:

  • Erstens zeigen sie zum Teil erhebliche Nebenwirkungen, wie Gewichtszunahme, Müdigkeit oder sexuelle Funktionsstörungen.
  • Zum anderen nehmen die Patienten sie aus genau diesen Gründen meist nur über begrenzte Zeit oder unregelmäßig ein.

Programmierte Photostimulation – weniger Medikamente, weniger Nebenwirkungen

Da bei den Krankheitsbildern Burnout, Depression und Demenz das Gehirn eine wesentliche Rolle spielt, besteht ein grosser Bedarf an Therapien, die einen positiven Einfluss auf Funktionsstörungen des Gehirns nehmen können, dabei aber möglichst geringe oder gar keine Nebenwirkungen aufweiseen. Hier haben wissenschaftliche Untersuchungen der letzten beiden Jahrzehnte gute Belege dafür erbracht, dass so genannte Neurostimulationsverfahren eine wirksame und zugleich sanfte Behandlung von Hirnfunktionsstörungen und damit zusammenhängenden Krankheiten ermöglichen. Dies gilt besonders für Depressionen und Demenzen.

Programmierte Photostimulation

Die programmierte Photostimulation (PPS) bietet eine solche Neurostimulation, die man auch als lichtinduzierte Neurostimulation bezeichnen kann. Bei der PPS werden über eine Lichtbrille Abfolgen von Lichtpulsen verabreicht, die an die zugrundeliegenden Gehirnstörungen angepasst sind. Die Wellenlänge des Lichtes ist dabei so gewählt, dass das Licht über das Auge einen möglichst grossen Einfluss auf die Bereiche des Gehirns ausübt, die bei Depressionen und Demenzen bekanntermaßen gestört sind. Um die eine größt mögliche Wirkung beim Patienten zu erreichen, werden mit wenigen Elektroden im Stirnbereich Messungen der Hirnwellen (EEG) durchgeführt und so die Stimulationsprogramme an jeden Patienten individuell angepasst.

Effekte bei Depression und Demenz schon nach wenigen Wochen

Die auf diese Weise optimierte Therapie ermöglicht es, dass bereits bei einer einmal wöchentlichen PPS-Anwendung schon in wenigen Wochen

  • deutliche und spürbare Effekte bei Depressionen und
  • eine Stabilisierung der geistigen Leistungsfähigkeit

zu beobachten sind. Die Behandlungen mit der Lichtbrille dauern dabei jeweils etwas mehr als eine halbe Stunde.

Weiterlesen: Was genau ist die PPS?