Die verschiedenen Gesichter der Depression

Die verschiedenen Gesichter der Depression
Caspar David Friedrich: Die Lebensstufen

Depressionen bei Männern, Frauen, Jugendlichen und Älteren

Depressionen können sich sehr unterschiedlich zeigen, je nachdem, ob sie bei Männern oder bei Frauen auftreten, bei jüngeren oder bei älteren. Berücksichtigt man diese verschiedenen Facetten ein- und derselben Erkrankung, kann das sehr hilfreich sein, um die depressive Erkrankung frühzeitig zu erkennen und richtig zu therapieren.

Depressionen bei Männern

Depressionen kommen natürlich auch bei Männern vor, allerdings sind sie nur halb so häufig wie bei Frauen und ihre Symptome können sich von denen bei Frauen unterscheiden. Vor allem Männer betrachten Depressionen häufig als Zeichen von Schwäche oder emotionalem Kontrollverlust, was natürlich Unsinn ist. Auffällig ist, dass depressive Männer viel weniger das Gefühl von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit empfinden als Frauen. Stattdessen klagen sie mehr über Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlafprobleme und ein haben weniger Interesse an der Arbeit oder an ihren Hobbies. Natürlich können auch Männer die üblichen depressiven Symptome zeigen, häufig sind aber auch die typisch männlichen Depressionssymptome, wie Wut, Aggression, Gewalttätigkeit, riskantes Verhalten und Alkohol-, Medikamenten- oder Drogenmissbrauch.

Wichtig ist, Depressionen sind auch bei Männern kein Zeichen von emotionaler Schwäche oder mangelnder Männlichkeit. Sie sind eine ernstzunehmende Erkrankung, die Millionen von Männern aller Gesellschafts- und Altersstufen betrifft. Nach der richtigen Diagnose sind Depressionen gut zu behandeln, unbehandelt jedoch können sie zu Herzerkrankungen und anderen ernsten medizinischen Problemen führen.

Hier finden Sie mehr Information zur nicht-medikamentösen Behandlung von Depressionen und hier finden Sie Informationen zur Programmierten Photostimulation, einer effektiven und schonenden Therapiemethode bei Depressionen.

Depression bei Frauen

Die im Vergleich zu Männern zweifach höhere Depressionsrate bei Frauen ist zum Teil durch hormonelle Faktoren verursacht, wie zum Beispiel prämenstruelle Beschwerden, wie PMS [prämenstruelles Syndrom] und PMDS [prämenstruelle dysphorische Störung], die Kindbettdepression (siehe unten) oder die perimenopausale Depression, also depressive Symptome während der Wechseljahre. Frauen erkranken auch mit höherer Wahrscheinlichkeit als Männer an saisonaler Depression (dem sog. Winterblues). Es können jedoch nicht nur die Ursachen für Depressionen bei Männern und Frauen unterschiedlich sein, auch das Muster der Depressionssymptome kann sich bei beiden Geschlechtern unterscheiden. Natürlich treten auch bei Frauen die typischen Zeichen der Depression auf, wie Hoffnungslosigkeit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit usw. Häufiger als Männer empfinden depressive Frauen aber Schuldgefühle, außerdem schlafen sie mehr, essen mehr und nehmen an Gewicht zu (bei der typischen Depression ist genau das Gegenteil der Fall). Die Behandlung der Depression bei Frauen unterscheidet sich nicht vom üblichen Vorgehen. Ist die Depression jedoch durch einen hormonellen Wechsel beeinflusst, wird der Arzt das bei der Therapie natürlich berücksichtigen.

Hier finden Sie mehr Information zur nicht-medikamentösen Behandlung von Depressionen und hier finden Sie Informationen zur Programmierten Photostimulation, einer effektiven und schonenden Therapiemethode bei Depressionen.

Wochenbett-Depression

Fast 80% aller jungen Mütter fallen nach der Geburt ihres Kindes in ein Stimmungstief, den so genannten Baby-Blues. Das ist durch die hormonelle Umstellung nach der Geburt bedingt und bessert sich nach wenigen Tagen wieder. Länger andauernd und ernstzunehmender hingegen ist die Wochenbett- oder postpartale bzw. postnatale Depression. Sie scheint durch eine Mischung aus hormonellen und sozialen Faktoren ausgelöst zu werden und tritt in den ersten zwei Jahren nach der Geburt auf, normalerweise aber schon in den ersten Wochen nach der Entbindung. Etwa zehn bis 20 Prozent aller Mütter sind davon betroffen. Die Wochenbettdepression äußern sich meist in einem Gefühl der maßlosen Überforderung mit dem Baby. Häufig sind auch Gefühle von Traurigkeit und Reizbarkeit, aber auch Erschöpfung und Ruhelosigkeit. Viele Betroffene versuchen diesen Zustand zu verbergen, weil sie koventionsgemäß als junge Mutter ja eigentlich glücklich sein sollten. Manche Frauen entwickeln mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Wochenbettdepression als andere. Risikofaktoren sind:

  • vorhergehende Depressionen
  • schwere PMS oder PMDD (siehe oben)
  • medizinische Komplikationen während der Geburt
  • Beziehungsprobleme
  • fehlende Unterstützung durch Familie und Freunde

Natürlich kann die Wochenbettdepression sowohl das eigene Funktionieren wie den Umgang mit dem Baby stark beeinträchtigen und kann unbehandelt auch die Entwicklung des Kindes schädigen. Die Betroffenen sollten also unbedingt professionelle Hilfe suchen, was von therapeutischer Beratung über eine Hormontherapie bis zur Therapie mit Antidepressiva reichen kann.

Auch die Programmierte Photostimulation (PPS), ein nichtmedikamentöses, sanftes Verfahren zur Behandlung von Depressionen, bietet sich hier an.

Depression bei Jugendlichen

Manche depressive Jugendliche erscheinen traurig und depressiv, oft treten aber andere Symptome auf. Es sind also häufig nicht die typischen depressiven Symptome die vorherrschenden Anzeichen, wenn ein Jugendlicher oder Heranwachsender an einer Depression leidet, sondern eher seine erhöhte Reiz- und Erregbarkeit. Ein depressiver Teenager ist oft feindselig, mürrisch, jähzornig und unbeherrscht. Verbreitet sind auch unerklärliche Beschwerden und Schmerzen bei jugendlichen Depressiven.

Eine unbehandelte Depression bei Heranwachsenden kann zu häuslichen und schulischen Problemen, zu Drogenmissbrauch und Selbstverletzungen führen, ja schlimmstenfalls zu Gewalttätigkeiten und Suizidversuchen. Bei richtiger Diagnose ist die Teenager-Depression aber gut behandelbar.

Hier finden Sie mehr Information zur nicht-medikamentösen Behandlung von Depressionen und hier finden Sie Informationen zur Programmierten Photostimulation, einer effektiven und schonenden Therapiemethode bei Depressionen.

Depression bei älteren Menschen

Besonders wenn ein stabiles Unterstützungsnetzwerk fehlt, können die weitreichenden Veränderungen, denen viele ältere Menschen ausgesetzt sind – wie Einsamkeit, der Verlust der Selbständigkeit und altersbedingte Gesundheitsprobleme wie Durchblutungsstörungen des Gehirns – zu Depressionen führen. Trotzdem gehört die Depression nicht zwangsläufig zum normalen Altern. Ältere depressive Menschen klagen normalerweise mehr über die physischen als über die emotionalen Zeichen und Symptome der Depression, was zur Folge hat, dass das eigentliche Problem oft nicht erkannt wird. Unbehandelt können Depression bei älteren Menschen zu verschiedenen Gesundheitsproblemen, einer höheren Sterblichkeitsrate und zu einem erhöhten Suizidrisiko führen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind also sehr wichtig.

Hier finden Sie mehr Information zur nicht-medikamentösen Behandlung von Depressionen und hier finden Sie Informationen zur Programmierten Photostimulation, einer effektiven und schonenden Therapiemethode bei Depressionen.

2 Kommentare

  1. Johnb276
    15.02.2016

    Ich bin selbst betroffen und finde Ihre Seite sehr informativ. Werde meinen Arzt mal wegen dieser Programmierten Photostimulation zur Therapie von Depression ansprechen, Danke

  2. Smithg620
    15.02.2016

    Toller Blog-Artikel. Ich suche schon lange eine Therapie meiner Depressionen ohne Medikamente. Das hier klingt sehr interessant!

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