Nicht-medikamentöse Behandlung der Depression

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Auf dem Markt tummelt sich eine Unzahl von Heilverfahren, mit denen angeblich oder tatsächlich Depressionen behandelt werden können. Nach der heutigen Forschungslage eignen sich zur nichtmedikamentösen Behandlung einer akuten Depression aber vor allem zwei Psychotherapie-Verfahren:

  • die kognitive Verhaltenstherapie nach Beck und
  • die interpersonelle Psychotherapie nach Klermann

Dazu möchten wir weiter unten noch ein nichtmedikamentöses und nicht gesprächsorientiertes Verfahren zur Behandlung der Depression vorstellen: die programmierte Photostimulation (PSS). Doch zuerst zu den psychotherapeutischen Verfahren.

Die Kognitive Verhaltenstherapie zur Depressionsbehandlung

Die kognitive Therapie nach Beck ist eine Methode der Verhaltenstherapie, die speziell zur Behandlung von Depressionen entwickelt wurde. Ihr Ziel liegt darin, die negative Denkweise des Depressiven zu ändern. Der Patient lernt in mehreren Schritten, seine negative Sicht, die er von sich selbst und seiner Umwelt aufgrund eines “falschen Denkens” entwickelt hat, zu überdenken und zu korrigieren.

Die Therapie gehört zu den von den Krankenkassen finanzierten Verfahren und umfasst 20 bis 45 Sitzungen.

Die Interpersonelle Psychotherapie zur Therapie von Depressionen

Auch die interpersonelle Psychotherapie (IPT) nach Klermann wurde speziell für die Behandlung von Depressionen entwickelt. Sie gründet darauf, dass Depressionen meist in einem interpersonellen Kontext entstehen, also z.B. nach Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder in einem zwischenmenschlichen Konflikt.

Durch die IPT soll der Depressive lernen, besser mit anderen Menschen zurecht zu kommen, ohne seine Persönlichkeit entscheidend zu ändern. Die IPT umfasst einige wenige bis 40 Therapiesitzungen. Die Methode ist vor allem in der Zeit nach der Depression sehr wirksam.

In der Praxis werden fast nie “reine” Psychotherapieverfahren angewandt. Aber es geht immer darum, typisch depressive Denk- und Verhaltensweisen zu korrigieren. Das bedeutet, der Depressive soll sowohl seine “negative” Denkweise ändern, als auch lernen, seine Beziehungen zu anderen Menschen positiver zu gestalten.

Vor allem bei schweren Formen der Depression wird eine Psychotherapie durch die Gabe von Antidepressiva vorbereitet und ergänzt.

Die Programmierte Photostimulation (PPS) in der Depressionsbehandlung

Die PPS ist ein Verfahren, bei dem bestimmte Gehirnregion durch computer-gesteuerte und EEG-kontrollierte Lichtblitze in die Augen angeregt werden, was sich meist deutlich spürbar auf die Depressionssymptome auswirkt. Das Verfahren wird in meist 7-10 Sitzungen ambulant durchgeführt, es ist schmerzlos und ohne signifikante Nebenwirkungen.

Mehr über die Programmierte Photostimulation erfahren Sie hier….