Alzheimer: Drei Stunden Sport pro Woche halten das Gehirn fit

Alzheimer: Drei Stunden Sport pro Woche halten das Gehirn fit

Regelmäßiges Turnen kann Denkgeschwindigkeit und Aufmerksamkeit von Patienten mit leichter Alzheimerdemenz verbessern, das berichtete die Ärztezeitung im Juli diesen Jahres. Da Sport und körperliche Aktivität in vielen Studien bei Gesunden die kognitiven Funktionen verbessern konnten, scheint eine positive Wirkung auch bei Alzheimerdemenz plausibel. In der Tat konnten viele Studien Hinweise auf eine kognitive Stabilisierung und auch eine Linderung der Verhaltensauffälligkeiten feststellen. Allerdings genügten diese Studien oft nicht den wissenschaflichen Standards. In der Ärztezeitung wird nun eine der größten Studien zum Nutzen von Sport bei Alzheimerdemenz vorgestellt.

Studie mit 200 Patienten

Die Arbeit untersuchte gezielt ein Training mit moderater bis hoher Intensität bei Patienten mit leichter Alzheimerdemenz. An der Strudie nahmen 200 Patienten mit einem durchschnittlichen Alter von 72 Jahren teil, die fast alle Antidementiva nahmen. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Die erste Gruppe absolvierte in speziellen Zentren an drei Tagen pro Woche jeweils eine Stunde ein Kraft- und Ausdauertraining. Training und Trainingsleistung wurden von geschultem Personal überwacht. Das Training dauerte vier Monate. In der Kontrollgruppe erhielten die Teilnehmer in dieser Zeit lediglich die übliche Behandlung.

Nach vier Monaten wurden bei beiden Gruppen die Änderungen in Verarbeitungsgeschwindigkeit und Aufmerksamkeit gemessen. Das Ergebnis: Nach vier Monaten waren die gemessenen kognitiven Werte der Sport-Gruppe weitgehend auf demselben Niveau wie zu Studienbeginn, dagegen waren die Werte in der Kontrollgruppe leicht gefallen..Der Unterschied zwischen beiden Gruppen war jedoch nicht signifikant. Nun schauten die Neurologen von der Uniklinik in Kopenhagen gezielt nach Effekten bei den Patienten, die tatsächlich das Übungsziel erreichten und mindestens 80 Prozent der Trainingsübungen absolvierten – das waren immerhin zwei Drittel. Bei ihnen zeigte sich nun ein Unterschied von 4,2 Punkten zur Kontrollgruppe, und dieser war signifikant

Die Demenzkranken waren begeistert

Die Wissenschaftler halten es nach diesen Ergebnissen durchaus für sinnvoll, ein überwachtes körperliches Training regelmäßig bei Alzheimerpatienten durchzuführen – vor allem mit Blick auf die geringen Nebenwirkungen und die spärlichen Alternativen. Auch die Patienten – so die Ärztezeitung – scheinen von einem solchen Training begeistert zu sein: Immerhin 84 Prozent nahmen regelmäßig an den Übungen teil.

Quelle: Ärztezeitung

1 Kommentar

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